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 Joseph-Breitbach-Preis 2010

Breitbachpreisträger zu Besuch bei Freunden

 | Gestern erhielt er im Theater den Breitbachpreis, am Abend zuvor las Michael Krüger bei Reuffel. Foto: A. Krempchen
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Verleger und Autor Michael Krüger liest am Vorabend der Preisverleihung bei Reuffel – Enger Bezug zu Koblenz

Seit 2003 wird der Joseph-Breitbach-Literaturpreis in Koblenz verliehen, und seither lädt – fast immer – die Buchhandlung Reuffel zur Preisträgerlesung in die Obere Löhr. In diesem Jahr offenbar besonders gern: Der Verleger Michael Krüger ist den Inhabern seit Jahrzehnten verbunden; eine Wertschätzung, die auf Gegenseitigkeit beruht.

Koblenz. Eine Gastgeberin, die die Freude über ihren Gast weder verbergen will noch kann: Mit weit schwingender Sympathie begrüßt Reuffel-Inhaberin Ruth Duchstein den aktuellen Breitbachpreisträger im Firmenstammsitz. Und wird nicht müde, zu betonen, wie glücklich sie über die Zeit ist, die Krüger für diese Lesung gefunden hat.

Tatsächlich dürfte Zeit eines der höchsten Güter sein, die der besonders so kurz vor der Buchmesse überall noch mehr als sonst gefragte Verleger und Autor zu vergeben hat. Seinen Hanser-Verlag rühmt Ruth Duchstein als "literarische Heimat" zahlreicher Weltautoren, Büchner-Preisträger und, und, und – man darf davon ausgehen, dass damit weit mehr gemeint ist als die allgemeine verlegerische Tätigkeit. "Literatur als Lebensmittel" ist nicht nur der Titel eines der zahlreichen Werke Krügers, sondern ein Lebensmotto. Wie ernst es ihm damit ist, beweist er dann auch tatsächlich mit seiner Lesung.

Dass diese Lesung stattfinden kann, ist ein großes Entgegenkommen Krügers: Erst vor wenigen Wochen hat er eine künstliche Hüfte eingesetzt bekommen. "Auf dem Röntgenbild sieht das großartige aus, wie eine Mischung aus Praxiteles und Jean Arp", scherzt der Autor, dem das Wunderwerk der Nachfahren des antiken sowie des deutsch-französischen Bildhauers offenbar noch große Schmerzen bereitet. Also eineinhalb Stunden im Stehen: Da traut man sich kaum, um Zugaben zu bitten. Und bekommt sie doch gewährt: Zum Abschluss leitet Krüger mit launigen Betrachtungen über das Verhältnis von Alkoholkonsum zur Produktion philosophischer Schriften zum Weinfinale des Abends über. Nur so viel sei verraten: Während in Frankreich im Schnitt vier Liter Wein auf eine Seite der untersuchten literarischen Produktion kommen, ist der deutsche Schriftsteller nur mit zwei Bieren dabei, in Spanien resultiere das knochentrockene Ergebnis aus dem ebenso trockenen Zustand der Schriftsteller.

Dass Krüger es trotz der Hüfte nach Koblenz geschafft hat, hat offiziell drei Gründe: zuerst die Gastgeberin der Reuffel-Lesung, zweitens die Tatsache, dass sein Vater vor 106 Jahren eben hier geboren wurde und drittens jener Preis am Freitagabend.

Dabei haben Teil zwei und drei durchaus miteinander zu tun: nicht nur, dass der Vater zeitgleich mit dem jungen Breitbach in Koblenz aufwuchs (ein Jahrgang, aus dem gerade unverschämt viele bedeutende Verleger, Autoren und Übersetzer hervorging. Dem älteren Breitbach in dessen Münchner Zeit ist Michael Krüger mehrfach begegnet, jetzt ließ er das Lesungspublikum daran teilnehmen. Etwa daran, dass ihn an Breitbach drei Dinge faszinierten: die Leidenschaft für Literatur, für Politik und dafür, etwas darzustellen. Letzteres konnte dann in liebenswerte Marotten ausarten, wenn Breitbach etwa darauf bestand, in den Bibliotheken seiner Münchner und Pariser Wohnungen stets die gleichen Bücher vorrätig zu wissen, um ein angefangenes Buch in der jeweils anderen Wohnung weiterlesen zu können.

Beinahe eingestreut in seine Erzählungen liest Krüger Gedichte aus seinem aktuellen Band "Ins Reine": Erinnerungen an Kindheit und Jugend, auch intensive Beschäftigung mit der Natur,vorgelesen mit einer balsamischen Stimme, von der man sich auch das Lützeler Telefonbuch mit Genuss vortragen lassen möchte.

Beim Oktoberfest, so weiß Krüger in seiner erwähnten abschließenden Betrachtung, geht der "Verbrauch von Lyrik" in der bayerischen Landeshauptstadt gegen null. Krügers Lesung in der Buchhandlung Reuffel dürfte zumindest für seine Gedichte den "Verbrauch" rund um den Breitbachpreis spürbar erhöht haben: Literatur nicht nur als Lebensmittel, sondern als Heilmittel gegen die allgegenwärtige "Vermuffung". Claus Ambrosius

Michael Krüger: Ins Reine. Gedichte. Suhrkamp, 120 Seiten, 16,90 Euro

Viele Formalia gehören zu großen Preisen dazu: Das reicht von den nicht immer einfachen Jurysitzungen über die ebenfalls nicht immer unterhaltsamen Verleihungsfeiern bis zu den üblichen Publikationen rund um Ehrende und Geehrte. Im unpopulärsten Falle eine akademische Folkloreveranstaltung für den kleinen Kreis - im Falle des Joseph-Breitbach-Preises ist es, zumindest seit einigen Jahren, gründlich anders. Die Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz fördert die Preisverleihung in Koblenz. Alles Weitere siehe anhängende Presseartikel.


 Lehmer Razejungen-Buch

Die Lehmer Razejungen fördern die Kultur des Weinbaus der Terrassenmosel. Sie pflegen Brauchtum und Kultur, bringen Kindern und Jugendlichen den Weinbau in unserer Kulturlandschaft nahe, u. a. betreiben die Razejungen einen eigenen Weinberg, pflegen Weinbergterrassen, halten alte Tradition aufrecht, unterstützen das Bonner Beethovengymnasium bei der Pflege des "Schulwingerts" an der Untermosel/Lehmen, betreiben Werbung für die einmalige Kulturlandschaft der Untermoselregion.

Der Interessengemeinschaft ist es gelungen, den bekannten Kinderbuchautor, Stefan Gemmel, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, dafür zu gewinnen, ein Kinderbuch über die Lehmer Razejungen zu schreiben, um die Kultur des Weinbaus, alte Traditionen, die Geschichte der Untermosel jungen sowie auch älteren Lesern näher zu bringen und auch zu schildern, wie es "damals" war. Die Ausgabe des Razejungenbuches verspricht eine unterhaltsame und interessante Präsentation der einmaligen Terrassenmosel mit dem historischen Weinort Lehmen, mit Brauchtum und Kultur, eingebunden in eine spannende Geschichte, die ein junger Razejung erlebt.

Das Buch ist vorgesehen für die Altersgruppe der 8 - 12jährigen, soll aber auch "gestandenen" Lesern eine unterhaltsame Lektüre sein. Das Alter der Zielgruppe ist bewusst auf diese Stufe gesetzt worden, weil in diesem Alter immer wieder Heimatkunde Thema ihres Unterrichts ist. Im Bereich der Grundschule wird sich der Autor mit dem in Lehmen ansässigen Kollegium austauschen, um das Buch so abzustimmen, dass mit Hilfe des Bandes als Klassenlektüre der gesamte Heimatkunde-Unterricht unterstützt - oder gar ganz abgedeckt - werden kann. Entsprechendes Unterrichtsmaterial, basierend auf dem Band, wird auf diese Art auch erstellt werden. Die Herausgabe des Buches dient nicht kommerziellen Einnahmequellen. Einnahmen aus dem Verkauf werden für die Jugendarbeit, der Ausstattung neuer junger Razejungen, Kauf neuer Reben und Weinbergpfirsichsetzlinge u. v. m. verwendet.

» Weinbau spannend erzählt
» Schüler empfinden Geschichten über Razejungen nach


 Kulturtage Ehrenbreitstein 2009

Kulturtage: Kreatives Dahl

Vom 15. bis 17. Mai wird viel Programm geboten

Ehrenbreitstein ist ein Hort der Kultur - und das seit vielen Jahrhunderten. Gepflegt wird diese Tradition auch mit den jährlichen Kulturtagen. Vom 15. bis zum 17. Mai wird nun wieder ein vielseitiges Programm mit Musik, Kunst, Theater und Heimatgeschichte geboten. Thema in diesem Jahr: "Straßen, Höfe und Plätze".

KOBLENZ. Welches kreative Potenzial in Ehrenbreitstein steckt, demonstrieren die Kulturschaffenden des rechtsrheinischen Koblenzer Stadtteils bei den Kulturtagen - in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Organisiert vom Kulturamt der Stadt, präsentieren sich die unterschiedlichsten Initiativen und Künstler aus der alten Residenzstadt in einem dicht gepackten dreitägigen Programm.

Eröffnet werden die Kulturtage, die diesmal das Thema "Straßen, Höfe und Plätze" besonders "bearbeiten", am Freitag, 15. Mai, um 17 Uhr im Rhein-Museum unter anderem mit einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Das Devon-Meer". Um 19 Uhr wird dann eine Ausstellung mit Arbeiten von Rita Klein und Kala Karin Kraus im Coenen-Palais eröffnet. Musik gibt es ab 20 Uhr auf dem Mählerplatz mit der Koblenzer Big Band Swing & More.

Kunst, Theater und Musik

Der Samstag, 16. Mai, beginnt mit Kunst: Ab 11 Uhr werden im Kapuzinergarten Werke von Editha Pröbstle und Nataliy Schenkmann gezeigt. Im Mutter-Beethoven-Haus geht es ab 14 Uhr um die Straßen, Höfe und Plätze Ehrenbreitsteins. Jens Fachbach hält zudem einen Vortrag über das Kulturtage-Thema. Führungen durch die Bunkeranlage unterhalb der Festung Ehrenbreitstein gibt es mehrmals am Wochenende, zum ersten Mal am Samstag um 14.30 Uhr. Das Konradhaus spielt Theater: Um 15 Uhr heißt es "Kleist auf dem früheren Exerzierplatz" - Heinrich von Kleists Schauspiel "Prinz von Homburg" wird unter freiem Himmel gespielt. Um 15.30 Uhr beginnt eine szenische Lesung von Ehrenbreitsteiner Spuk- und Gruselgeschichten. Eine musikalische Lesung mit Werken der Romantik (17.30 Uhr) und ein romantischer Melodienabend mit dem Chor 97 (19 Uhr) leiten über zur Festveranstaltung zu zehn Jahren Kulturtage und 30 Jahre Ortsring Ehrenbreitstein ab 20 Uhr im Coenen-Palais.

Jazz, Fotos und Nixen

Die Western Wood Stompers eröffnen den dritten Veranstaltungstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr mit einem Jazzfrühschoppen im Weinhaus Metzinger. Um 13 Uhr ehrt der "Kulturraum Ehrenbreitstein" die Sieger seines Fotowettbewerbs im Kapuzinerkloster. Um 15 Uhr wird die szenische Lesung von Gruselgeschichten wiederholt. Und doppelt musikalisch enden die Kulturtage auch: Um 17 Uhr spielen Landespreisträger von "Jugend musiziert" in der ehemaligen Pallottinerkapelle, um 19 Uhr treten die Rheinnixen im Coenen-Palais auf. (tim)

Das komplette Programm der Kulturtage ist im Internet einzusehen unter www.koblenz.de/stadtleben_kultur/kulturtage_ehrenbreitstein_2009.html.

» Kulturtage: Kreatives Dahl (05.05.2009)
» Kulturtage bieten vielfältiges Angebot (20.05.2008)
» "Leben im Denkmal" (14.05.2008)
» "Erlesenes" aus Ehrenbreitstein (10.05.2007)


 Koblenzer Stadtfotograf 2007 und ff.

Nach Anika Köhne in 2003 und Arvid Uhlig in 2005 wir in diesem Jahr ein neuer Stadtfotograf seine Arbeit aufnehmen.
Wer dies sein wird ist noch nicht bekannt, denn nach dem Ende der Bewerbungsfrist wird sich die im Vergleich zu den Vorjahren leicht veränderte Jury ab dem 20. März um die Auswahl des neuen Stadtfotografen kümmern.
Bereits Mitte April wird der diesjährige Titelträger benannt und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Anschluss beginnt dann bereits die Erarbeitung einer eigenen fotografischen Ansicht der Stadt Koblenz.
Hierfür steht dem Stadtfotografen ein Preisgeld zur Verfügung.

Das Projekt "Koblenzer Stadtfotograf" wurde 2002 von Oberbürgermeister Dr. Eberhart Schulte-Wissermann auf Anregung vom damaligen vhs-Direktor Dietrich W. Röllinghoff ins Leben gerufen.
Erstmals im Frühjahr 2003 wurde Anika Köhne, FH Bielefeld, von einer namhaften Jury aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt und zur Koblenzer Stadtfotografin 2003 ernannt.
Sie hat ihre Koblenz-Fotos den Sommer über fotografiert und in einer sehr erfolgreichen Ausstellung im November 2003 im Haus Metternich der Koblenzer Öffentlichkeit präsentiert.
Im April 2005 wählte die Jury Arvid Uhlig, der im Lette-Verein Berlin seine Ausbildung erfahren hatte, zum Stadtfotografen.
Die Ausstellung seiner Koblenzer Fotostrecke fand im November 2005 in der Galerie der Eingangshalle der Sparkasse Koblenz statt und traf auf großes Interesse bei der Bevölkerung.
Im Februar 2006 wurde das Projekt "Koblenzer Stadtfotograf" in den Verein Koblenzer Stadtfotograf e.V. unter dem Vorsitz von Dietrich W. Röllinghoff umgewandelt.

Ziel der Stadtfotografen-Tätigkeit ist im Idealfall, mit einer sensiblen Wahrnehmung ein authentisches und öffentlichkeitswirksames Bild einer Stadt festzuhalten.
Der kreative fotografische Blick von außen soll den Einwohnern den Blick für die Stärken und Schwächen ihrer Stadt schärfen, die sie im täglichen Alltag nicht mehr so wahrnehmen und eröffnet ihnen die Möglichkeit, das Bild von ihrer Heimatstadt zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren.

Die Ausstellung der Koblenzbilder des neuen Stadtfotografen ist übrigens schon terminiert.
Sie wird am 04. März 2008 in der Galerie der Sparkasse eröffnet.

» Passanten befreit von der Schwerkraft
» Der Stadtfotograf stellt seine Bilder vor
» Die Bilder des Stadtfotografen
» Koblenz hat neuen Stadtfotografen (2009)

Gefördert von der Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz



 Vulkanpark - Projekt Römerbergwerk Meurin

10 Jahre Vulkanpark: Am 2. Juli 1996 gründete sich die Vulkanpark GmbH im Landkreis Mayen-Koblenz. Seit dieser Zeit hat sich der Vulkanpark prächtig entwickelt. Drei museale Einrichtungen sowie 20 Landschaftsdenkmäler erfreuen sich großer Publikumswirkung. Rund 100.000 Besucher konnte die GmbH im vergangenen Jahr begrüßen. Weitere Projekte in Mayen und Andernach werden in 2007 bzw. 2008 die bestehenden Einrichtungen ergänzen. Mit anderen Worten - "vulkanen" liegt seit 10 Jahren voll im Trend. Das Projekt Römerbergwerk Meurin des Vulkanmodells wurde von der Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz gefördert - zuletzt mit dem zweisprachigen Audioguide-System.

siehe Vulkanpark schreibt Erfolgsgeschichte seit zehn Jahren / Neuer Audioguide


 Sommerclassics 2006

Bereits zum neunten Mal in Folge veranstaltet das KulturForum Mayen-Koblenz dieses Jahr das Kammermusikfestival Sommerclassics. Dank der zahlreichen Sponsoren, (u. a. Stiftung Zukunft) und dem stets treuen Publikum kann in sechs Konzerten ein interessantes und bekanntermaßen anspruchsvolles Programm direkt vor der Haustüre angeboten werden.

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr, als Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart, das Österreichische Wochenende. Nach intensinven Bemühungen ist es 2006 das erste Mal gelungen, ein Kammerorchester für das Festival zu gewinnen. In drei Konzerten wird ein Ausflug in den Wiener Salon mit dem "Mozart Collegium" aus Wien gemacht.

Werfen Sie einfach einen Blick auf die Homepage www.sommerclassics.de
Hier finden Sie alle näheren Informationen.




 Kulturtage 2006 in Ehrenbreitstein

Kunst bildet in diesem Jahr im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein einen Schwerpunkt, aber auch Musik und Theater werden geboten. Die Stiftung Zukunft hat u. a. mit dazu beigetragen, dass sich Ehrenbreitstein positiv entwickelt (gemäß Kulturdezernent Detlef Knopp).

Nährere Infos unter www.kulturinkoblenz.de

Kulturtage in Ehrenbreitstein

EHRENBREITSTEIN. Zum 7. Mal finden vom 19. bis 21. Mai die Kulturtage in Ehrenbreitstein statt. Unter dem Motto: "Künstler und Künstlerinnen in Koblenz-Ehrenbreitstein früher und heute" gibt es wieder zahlreiche Veranstaltungen, die an vielen Standorten des Stadtteils zur Teilnahme einladen. Es gibt Ausstellungen, Führungen, Konzerte, Theater, Vorführungen und vieles mehr für jeden Geschmack. Es gibt Kultur im Grophiusbau, Blues und Jazz auf dem Mählerplatz und im Weinhaus Metzinger, Veranstaltungen im Mutter-Beethoven-Haus, Folk-Rock im Weinhaus Wagner, Bunkerführung und, und, und. Die Palette ist vielfältig und abwechslungsreich.

Hervorzuheben ist auch die erste Freiluft-Galerie auf dem Mählerplatz und die Ausstellung "Farbe für Ehrenbreitstein" im Infoshop in der Wambachstraße. Die Veranstalter haben es auch in diesem Jahr wieder geschafft, mit viel Engagement und Phantasie ein Programm aufzubieten, das den hohen Stellenwert der Kultur im "Dahl" dokumentiert. Von der Historie ist der Stadtteil Ehrenbreitstein wie kein zweiter dafür geschaffen, Kultur den Menschen näher zu bringen. Hier, sich wo am Hofe der Kurfürsten die Künstler trafen, wurde schon immer die Kultur gepflegt. Hat auch das Dahl einige schwierige und entbehrungsreiche Jahre, auch in der jünsten Vergangenheit hinter sich, so blüht doch allmählich wieder ein kleines Stück von früherer Größe und Anziehungskraft auf. Mit Beharrlichkeit, ja einer gewissen Sturheit, haben die Dähler es in den vergangenen Jahren geschafft, ihren gebeutelten Stadtteil Stück für Stück wieder lebenswerter zu gestalten.
Viele Vorhaben wurden angepackt und in Verbindung mit Politik und Verwaltung aber auch vieler privater Initiativen auf den Weg gebracht und teilweise schon vollendet.

So gibt es z. B. für diese Ausgabe zu berichten: Ein Mählerplatzfest mit Spielfest findet auf dem Mählerplatz und in der Wambachstraße statt. Dem "Dähler Born", erstmalig 1327 urkundlich erwähnt, wurde durch das Ergebnis der neuesten Wasserstudie, eine hervoragende Qualität bescheinigt. Die Studie hängt im Brunnenhaus aus. Die Friedrich-Wilhelm-Straße, benannt nach dem IV. Preußenkönig, der 1823 die Ruine Stolzenfels geschenkt bekam und in der heutigen Form aufbaute, ist mit neuer Bepflasterung fast fertig gestellt. Die Freitreppe am Coen'schen Haus in der Hofstraße zeugt vom Glanz des 1714 erbauten Barockgebäudes. Mit viel Liebe zum Detail haben die Investoren die prägnante Treppe wieder herstellen lassen. Die Hofstraße ist die älteste Prachtstraße im Dahl und führte direkt zum kurfürstlichen Hof. Am "Arzheimer Bahnhof" wird ein Kandelaber aufgestellt.
Diese dreiarmige Straßenleuchte in der Mitte des Brückerplatzes wird ein Blickfang für die Humboldtstraße und angrenzende Bereiche sein. Ein Schild wird den althergebrachten Begriff "Arzheimer Bahnhof" erklären. Die Ehrenbreitsteiner Stadtplan wurde auf Initiative von Gewerbetreibenden erneuert und vervollständigt und soll der besseren Orientierung dienen.

Es gibt sicher noch viel zu tun. Aber da Rasten nicht zu den vornehmen Tugenden der Dähler gehört, wird auch in Zukunft noch viel von diesem Stadtteil zu berichten sein.

www.koblenz.de


 Stiftungspreis "Koblenzer Stadtfotograf"

Neuer Stadtfotograf ist unterwegs

Arvid Uhlig aus Berlin erkundet derzeit Koblenz - Jury wählte den 28-jährigen aus vielen Bewerbern

Ähnlich dem "Stadtschreiber", der sich in anderen Städten etwa seit den 70er-Jahren etabliert hat, kann ein "Stadtfotograf" mit seiner sensiblen Wahrnehmung ein authentisches und öffentlichkeitswirksames Bild einer Stadt festhalten: Das ist der Gedanke des Koblenzer Projekts "Stadtfotograf". Der kreative, fotografische Blick von außen schärft bei den Einwohnern den Blick für die Stärken und Schwächen ihrer Stadt, die sie im täglichen Alltrag nicht mehr wahrnehmen.

Erstmalig fand im Jahr 2002/2003 ein Wettbewerb statt. Ziel des Wettbewerbs, Publizierungen und Ausstellungen der Künstler auf Koblenz und ihre kulturellen Werte aufmerksam zu machen. Im Herbst 2003 wurden erstmals die Arbeiten der "ersten Koblenzer Stadtfotografin", Anneke Köhnen, in einer Ausstellung und einem Katalog veröffentlicht.

In 2005 kürte Koblenz seinen "Stadt-Fotografen" Arvid Uhlig zum zweiten Mal. Vom 5. Nov. 2005 bis 2. Dez. 2005 an wird in einer Ausstellung in der Wandelhalle der Sparkasse Koblenz zu sehen sein, was Uhlig der Stadt Koblenz entreißen konnte.

Weitere Informationen unter www.koblenzerstadtfotograf.de.


 Literaturpreisverleihung der Joseph-Breitbach-Stiftung in Koblenz

Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers (Foto) im Jahr 2003 wurde der Joseph-Breitbach-Preis, eine der bedeutendsten Literatur-Auszeichnungen, zum ersten Mal in Koblenz, Breitbachs Geburtsort, vergeben. Ein Punkt des Rahmenprogramms zu der Preisverleihung war eine Lesenacht, gestaltet von den ehemaligen und den aktuellen Preisträgern. Darüber hinaus gab es eine Sonderaufführung des Stücks "Clemens" von Joseph Breitbach im Konradhaus geplant.

Nach 2004 findet auch in diesem Jahr die Preisverleihung wieder in Koblenz statt. Das Preisgeld wird von der Joseph-Breitbach-Stiftung gestellt. Nähere Infos Joseph Breitbach gibt es unter www.adwmainz.de


 Prospekt über Koblenzer Festungswelt

Als "Denkmal von besonderer nationaler Bedeutung" ist die Gesamtanlage der preußischen Festung Koblenz anerkannt. Die "Stiftung Zukunft" der Sparkasse Koblenz hat in Zusammenarbeit mit Pro Konstantin e. V. und dem Kulturamt der Stadt Koblenz einen Prospekt herausgegeben, der Interesse an diesem kulturellen Erbe wecken und Appetit auf den Besuch eines der zahlreichen Festungswerke (z. B. Festung Ehrenbreitstein, Feste Franz, Fort Asterstein) machen soll (s. hierzu auch "Presseschau")

Den Prospekt können Sie auf unserer Kontaktseite kostenlos anfordern.



 Rhein-Museum Koblenz

Das ölgemälde "Rheinlandschaften" von Nikolai v. Astudin befand sich im Jahr 2002 als Leihgabe im Rhein-Museum. Der gebürtige Russe Astudin lebte von 1912 - 1925 in Lahnstein und hat, wie kein anderer, den Rhein und seine Landschaft dargestellt. Seine Bilder vermarktete er als Postkarten. Astudin-Postkarten sind weltbekannt und unverkennbar. Das Originalbild ist daher eine hervorragende Ergänzung zu der Ausstellung der Postkartensammlung des Rhein-Museums. Durch die finanzielle Unterstützung der "Stiftung Zukunft" konnte das Bild nun vom Rhein-Museum erworben werden.

Das Rhein-Museum hat vor einigen Jahren den letzten vorhandenen Lahnverladekran (Fa. Draht-Schmidt) vor der Verschrottung bewahrt und seine Außenrestaurierung vorangetrieben. Der Kran befindet sich heute auf dem Gelände des Rhein-Museums, Koblenz-Ehrenbreitstein. Der Kran soll nun in den nächsten Monaten auch innen restauriert werden, einschließlich eines neuen Anstriches und einer Innenbeleuchtung, so dass er ab Herbst 2003 auf das neue Rhein-Museum mit seiner dann neu eröffneten Ausstellungshalle aufmerksam machen kann. Die Kosten für die Innenrestaurierung werden aus Mitteln der "Stiftung Zukunft" finanziert.

Nähere Informationen gibt es auch direkt beim Rhein-Museum Koblenz, Telefon-Nr. 0261/70 34 50 oder im Internet


 Vulkanpark: Römerbergwerk und Vulkanus

Das Römerbergwerk Meurin ist eines der Projekte, die die Stiftung Zukunft aus ihren Fördermitteln unterstützt. Schon vor 2000 Jahren brachen die Römer im größten römischen Tuffbergwerk nördlich der Alpen in engen und dunklen Gängen Tuffstein für unterschiedliche Bauvorhaben. Die aktuelle Infobroschüre begleitet Sie auf dem Weg durch das Bergwerk und erklärt die einzelnen Stationen in Wort und Bild. Sie erhalten die Broschüre unter info@vulkanpark.com oder über unsere Stiftung.

In Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Hofmann vom Max-Planck-Institut an der Universität Mainz, Herrn Prof. Wörner von der Universität Göttingen und der Firma ArchiMeDes ist ein wissenschaftlich und populärwissenschaftlich anspruchsvolles Vulkanmodell entwickelt worden. Das Modell wird u. a. in der Region eingesetzt, um Schüler, Wissenschaftler und touristische Besucher zu informieren und für das kulturell einzigartige Erbe der Region zu sensibilisieren. Die "Stiftung Zukunft" hat die Erstellung des Vulkanmodells gefördert.


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